phoebe66 - Phoebes Gifs-und Fotowelt - In Memory Manley

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Was soll man schreiben, wenn man seinen liebsten kleinen Freund verliert?

Ich glaube, fast jeder wußte, was mir Manley war.Der Tag an dem ich diese Zeilen einmal schreiben mußte, habe ich mit Furcht entgegengesehen.Es gibt Menschen und Tiere, die können doch nicht einfach so gehen, oder?

Manley hat uns am Sonntag, den 14.3.2010 um ca.15.30 Uhr für immer verlassen.Ein heimtückischer Gichtanfall sollte ihn uns entreißen.

Rückblick: Ich sehe mich noch heute mit Körbchen bewaffnet und ein grüngelbes kleines Etwas im Gepäck.Ganz still der Heimweg,ohne Laut.Vergessen mein Gedanke im Zooladen, was ist das denn für ein komischer Vogel.Es war MANLEY!

 

Eigentlich wollte ich mich nur über Minis Tod hinwegtrösten, der eine Woche zuvor plötzlich gestorben war.Ein Schecke und der Beginn einer Scheckenvorliebe, fast schon narrisch.Nerven der Tierläden, ob es denn bald grüngelbe Schecken zu kaufen gäbe.So einer mußte es sein, das müssen die anderen schon verstehen.:)

Es käme die Woche eine neue Lieferung, versprach man mir.Lieferung - wie sich das anhört.Nichtsdestotrotz, wer hat sich wohl zum angegebenen Zeitpunkt auf den Weg gemacht?

Rein ins Geschäft und ab an die Voliere.Geschäftiges Gezwitschere.Und da saßst DU."Das ist aber ein Weibchen",so die Auskunft.Und wenn schon.Ich hab sofort gesehen, das Du sehr wohl männlichen Geschlechts warst, irren ist halt menschlich.Dein Name schoss mir sofort in den Sinn, der uns soviele Jahre begleiten sollte.Warum Manley?Ich weiß es nicht, ich hatte fast noch nie diesen Namen gehört.Er war einfach sofort da.

Wann begann eigentlich diese Affenliebe zwischen uns?Ich sehe Dich wie Du über die Käfige geeilt kommst, fast schon über Deine kleinen Füßchen stolpernd.Du hattest mich gesehen und wolltest um jeden Preis zu mir.Rief ich Deinen Namen, das gleiche Schauspiel.Keinen Blick zu Dir, denn sonst konnte ich meine anfallende Arbeit auch gleich erstmal stecken.

Deine Tricks um Aufmerksamkeit zu erhaschen, waren an Originalität nicht zu überbieten.Manchmal - ich gebe es zu - war ich allerdings auch schon mal überfordert von soviel liebevoller Drängelei.Wehe, es wagte jemand von der anderen Federfraktion, sich bei mir niederzulassen.Deine Wut traf dann nicht nur diesen, sondern auch mich.Verärgertes Aufschreien und in die-Hand-hacken.Ich hab wirklich soviel gelacht mit Dir.Schritte im Treppenhaus und Du riefst nach mir.

Im Sommer 2008 mußtest Du unvorhergesehen einige Tage in der Tierklinik bleiben.Es kam völlig überraschend das ich Dir nichtmal Baby zur Seite stellen konnte als Unterstützung.Immer wieder wurden hochgradige Bakterien gefunden und ausgerechnet der schlimmste Staphylokokkenerreger wurde bei Dir diagnostiziert.Auch kurz vor Deinem Tod kämpften wir wieder dagegen an.Jedesmal waren wir stärker als alle Bakterien.

Der Aufenthalt hatte Dich verändert.Du wolltest nicht mehr zu mir kommen.Natürlich kam mir der Gedanke das Du ja sicher stinksauer auf mich sein mußtest.Wie konnte ich auch nur, Du weißt ja nicht das ich jeden Tag anrief um mich nach Dir zu erkundigen.

Zwischendurch nochmal zaghafte Versuche einer Annäherung.Stumpf blieb ich stehen in Deiner Nähe und tat, als sehe ich Dich gar nicht.Der Trick mußte einfach klappen und zeigte auch tatsächlich Wirkung.Langsam schienst Du Dich zu erinnern...da war doch mal was...

Schnappi hat uns da ganz schön díe Tour vermasselt.Kamst Du, kam auch er.Mit einer Regelmäßigkeit die Dich resignieren ließ.Du hast Dich sofort zurückgezogen, nichts mehr von Deiner einstigen Kämpferlust.

Baby und ich waren bei Dir, genau in Deiner Sterbeminute.Du fielst auf den Rücken und Deine Augen waren plötzlich wieder so klar wie in guten Zeiten.Du kamst wieder auf die Beine und dann wich das Leben aus Dir und ich hatte keinen Manley mehr.

Ich werde Dich so unendlich vermissen, ich tue es schon.

Ich danke Dir für die schönen, fröhlichen und vor allem langen Jahre!Jetzt muß ich ohne Dich leben lernen.

 

Nicht alle Schmerzen sind heilbar, denn manche schleichen sich tiefer und tiefer ins Herz hinein.Und während Tage und Jahre verstreifen, werden sie Stein.Du sprichst und lachst, als wenn nichts wäre, sie scheinen zerronnen wie Schaum.Doch Du spürst ihre lastende Schwere bis in den Traum.Der Frühling kommt wieder mit Wärme und Helle.Die Welt ist ein Blütenmeer!Aber in meinem Herzen ist eine Stelle, da blüht nichts mehr.

       

 

 

                                             

 

 

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